Inhaltsverzeichnis
- Geschichte und Entstehung der Ravennaschlucht
- Lage und Anfahrt: So kommst du zur Ravennaschlucht
- Wanderung durch die Ravennaschlucht: Alle Routen im Überblick
- Die Wasserfälle: Großer und Kleiner Ravenna-Fall
- Das Ravennaviadukt: 37 Meter hoch, erbaut 1926
- Hofgut Sternen: Geschichte, Glasbläserei und Einkehr
- Die Mühlen: Handwerk und Wasserkraft entlang des Ravennabachs
- Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht: Ein Besuch im Dezember
- Die Ravennaschlucht zu jeder Jahreszeit
- Kombinationstouren: Was du in der Umgebung noch erleben kannst
- Praktische Tipps: Was du wissen musst, bevor du losgehst
Die Ravennaschlucht zählt zu den meistbesuchten Naturzielen im gesamten Schwarzwald. Auf vier Kilometern Länge bündeln sich ein 37 Meter hohes Eisenbahnviadukt, zwei beeindruckende Wasserfälle, jahrhundertealte Mühlen und ein Gasthaus, in dem 1770 Marie Antoinette auf ihrer Brautfahrt rastete und 1779 Goethe übernachtete. Dieser Guide erklärt dir alles, was du vor dem Besuch wissen musst - von den Wanderrouten über die Geschichte bis hin zu konkreten Tipps für Anfahrt, Parken und die beste Jahreszeit.
- Lage: Breitnau, Höllental, an der B 31 - Haltepunkt Höllsteig (Höllentalbahn)
- Länge: 4 km, Eintritt kostenlos
- Hauptattraktionen: Großer Ravenna-Fall (16 m), Kleiner Ravenna-Fall (6 m), Ravennabrücke (37 m hoch, Baujahr 1926)
- Beste Route für Familien: Rundwanderung ab Ravennahaus, 4,6 km, ca. 2 Stunden
- Weihnachtsmarkt: jährlich im Dezember rund um das Viadukt
- Nicht empfohlen: Wanderungen bei Schnee und Eis
Geschichte und Entstehung der Ravennaschlucht

Die Ravennaschlucht ist ein schmales, steiles Seitental des Höllentals in der Gemeinde Breitnau, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Durch das Seitental fließt der Ravennabach, der seinen Ursprung im Hochmoor oberhalb von Breitnau hat. Auf dem Weg nach unten überwindet der Bach rund 150 Höhenmeter auf nur 1,5 Kilometern Luftlinie. Diese extreme Steilheit - eine Folge der geologischen Verwerfung entlang des Schwarzwälder Abbruchrandes - erzeugt die Wassermassen, die die Schlucht über Jahrtausende so tief in den Fels eingegraben haben.
Das rauschende Wasser hat ein enges, felsiges Kerbtal geschaffen, das an manchen Stellen kaum breit genug für den Wanderweg ist. Die Felswände links und rechts des Pfads sind dauerhaft feucht, mit Moos bedeckt und in vielen Abschnitten nahezu senkrecht.
Der Name "Ravenna" hat romanische Wurzeln. Johann Adam Kraus untersuchte 1980 im Magazin des Breisgau-Geschichtsvereins Schau-ins-Land die mögliche Herkunft und kam auf das französische "ravin" (Schlucht) und das mitteldeutsche "rabine" zurück, die beide auf das lateinische "rapidus" verweisen. Schnell und reißend: Kaum eine Beschreibung trifft den Ravennabach besser.
Den Tourismusbetrieb in der Ravennaschlucht gibt es offiziell seit 1875. In jenem Jahr ließ der Gastwirt Adolf Faller den ersten markierten Wanderweg durch die Schlucht anlegen, nachdem er das touristische Potenzial des Ortes erkannt hatte. Seitdem haben Hochwasser die Weganlage immer wieder beschädigt - besonders hart traf es die Schlucht 1895 und 1910. Jedes Mal wurde der Weg instand gesetzt.
Lage und Anfahrt: So kommst du zur Ravennaschlucht
Die Ravennaschlucht liegt an der B 31 zwischen Freiburg und dem Hochschwarzwald, unmittelbar am Weiler Höllsteig in der Gemeinde Breitnau. Freiburg im Breisgau ist etwa 23 Kilometer entfernt und bietet sich gut als Ausgangspunkt oder Übernachtungsbasis an - wer die Sehenswürdigkeiten in Freiburg im Breisgau mit dem Schwarzwald kombinieren will, hat hier eine naheliegende Option.
Mit dem Auto folgst du von Freiburg aus der B 31 in Richtung Titisee. Nach dem Durchfahren des Höllentals erreichst du den Weiler Höllsteig - hier liegt der Eingang mit dem Hofgut Sternen direkt an der Bundesstraße. GPS-Ziel: "Hofgut Sternen Höllsteig, Breitnau".
Mit der Bahn ist die Anreise bequem möglich. Die Höllentalbahn hält am Haltepunkt Höllsteig, der sich direkt am Eingang der Ravennaschlucht befindet. Wer in Hinterzarten übernachtet und die längere Wanderroute plant, startet am besten vom dortigen Bahnhof aus.
Parken: Am Hofgut gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz. Zusätzlich steht am Ravennahaus ein weiterer Parkplatz zur Verfügung. An Wochenenden in der Hauptsaison und während des Weihnachtsmarkts sind beide Parkplätze früh belegt. Wer mit der Bahn anreist, umgeht das Problem vollständig.
Die Ravennaschlucht auf einen Blick
Merkmal | Detail |
|---|---|
Lage | Breitnau, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald |
Länge der Schlucht | ca. 4 km |
Nächster Bahnhalt | Höllsteig (Höllentalbahn) |
Nächste Stadt | Freiburg im Breisgau (ca. 23 km) |
Großer Ravenna-Fall | 16 m Fallhöhe |
Kleiner Ravenna-Fall | 6 m Fallhöhe |
Ravennabrücke | 37 m hoch, erbaut 1926 |
St. Oswald-Kapelle | erbaut 1148 |
Wanderweg seit | 1875 |
Eintritt | frei |
Wanderung durch die Ravennaschlucht: Alle Routen im Überblick

Die kurze Route: Rundwanderung ab Ravennahaus (4,6 km)
Die kürzeste und bekannteste Variante startet am Parkplatz Ravennahaus, direkt am unteren Eingang der Schlucht. Der Wanderweg führt zunächst durch das Ravennaviadukt hindurch, dann aufwärts durch die enge Schlucht am Ravennabach entlang, vorbei an den Wasserfällen bis zur Großjockenmühle. Von dort kannst du entweder umkehren oder den Rundweg abschließen, der oberhalb der Schlucht zurückführt.
Länge: 4,6 km. Höhenmeter: rund 170 hm aufwärts. Dauer: 1,5 bis 2 Stunden. Schwierigkeit: mittel, da der Weg über Treppen, Holzstege und schmale Brücken führt. Trittsicherheit ist notwendig, besonders nach Regen.
Diese Route eignet sich gut für Familien mit Kindern. Die kleinen Brücken über den Ravennabach, die in den Fels gehauenen Treppen und der direkte Kontakt mit dem Wasser machen die Wanderung für Kinder zu einem echten Abenteuer.
Heimatpfad Hochschwarzwald: Die längere Variante ab Hinterzarten (7,2 km)
Der Heimatpfad Hochschwarzwald verbindet die Ravennaschlucht mit historischen Mühlen, Sägen und einer Seilerei im Löffeltal. Er führt von Hinterzarten aus durch das Löffeltal, vorbei an der Wohn-Mahl-Mühle, zum Hofgut Sternen und schließlich aufwärts durch die Ravennaschlucht bis nach Breitnau.
Start ist der Bahnhof Hinterzarten. Vom Kurhaus aus geht es zunächst an den Bahngleisen entlang in Richtung Löffeltal. Das Tal hat seinen Namen von einer alten Löffelschmiede, die durch das Wasser des Rotbachs angetrieben wurde. An mehreren Stellen entlang des Heimatpfads Hochschwarzwald stehen Infotafeln, die das handwerkliche Leben in der Region erklären.
Länge: 7,2 km. Höhenmeter: 174 hm. Dauer: 2,5 bis 3 Stunden. Der Weg führt auch durch Felsgalerien und ist anspruchsvoller als die kurze Route. Gutes Schuhwerk ist Pflicht.
Der Verein Heimatpfad Hochschwarzwald setzt sich aktiv für den Erhalt der historischen Anlagen entlang der Route ein. Kein anderer Weg in der Region zeigt so dicht auf so engem Raum, wie das Leben hier früher ausgesehen hat.
Höhenklimaweg: Panoramaroute mit Blick ins Höllental (7,3 km)
Der Höhenklimaweg führt von Hinterzarten über die freie Hochfläche östlich des Orts in Richtung Höllsteig. Im Gegensatz zur engen Schlucht bietet diese Route offene Fernblicke auf das Höllental und bei klarem Wetter bis zum Feldberg. Der Weg verläuft größtenteils auf Höhenlagen oberhalb der Baumgrenze und eignet sich besonders für alle, die neben der Schlucht auch Schwarzwälder Weitblicke mitnehmen wollen. Wer den Höhenklimaweg als Zustieg wählt, steigt am Haltepunkt Höllsteig in die Ravennaschlucht ein.
Länge: 7,3 km, Dauer: etwa 2 Stunden 15 Minuten.
Die Wasserfälle: Großer und Kleiner Ravenna-Fall

Der Ravennabach bildet auf seinem Weg durch die Schlucht zahlreiche Kaskaden und zwei Hauptfälle, die sich deutlich von den übrigen Stufen abheben.
Der Große Ravenna-Fall ist der erste und eindrucksvollste: Hier stürzt das Wasser 16 Meter senkrecht in die Tiefe. In der engen Schlucht verstärkt sich der Lärm des Falls erheblich. Der Gischt benetzt die Felsen rundherum dauerhaft, Moose und Farne wachsen direkt neben dem fallenden Wasser. Der beste Zeitpunkt für Fotos ist der Frühling: Nach der Schneeschmelze führt der Ravennafall sein höchstes Wasservolumen.
Der Kleine Ravenna-Fall folgt wenig später. Mit 6 Metern Fallhöhe liegt er in einem besonders engen Abschnitt der Schlucht, was die Wirkung gegenüber der nackten Zahl deutlich vergrößert. Er ist einer der meistfotografierten Punkte der gesamten Wanderung.
Zwischen den beiden Hauptfällen bildet der Ravennabach eine Reihe weiterer Kaskaden und Stufen. Die Fallhöhe addiert sich über die gesamte Strecke auf rund 150 Höhenmeter - das erklärt die Kraft, mit der das Wasser durch die Schlucht fließt, und warum der Bach früher genug Energie für mehrere Wassermühlen lieferte.
Das Ravennaviadukt: 37 Meter hoch, erbaut 1926

Wer die Ravennaschlucht von unten betritt, passiert zunächst das Ravennaviadukt. Dieser 37 Meter hohe Steinbogenbau überspannt die Schlucht in einem einzigen Bogen. Auf dem Viadukt verläuft die Höllentalbahn, eine der steilsten Bahnstrecken Deutschlands, die Freiburg im Breisgau mit dem Hochschwarzwald verbindet.
Das heutige Bauwerk des Ravennaviadukts stammt aus dem Jahr 1926. Es ersetzte eine ältere Stahlkonstruktion von 1885, deren Widerlager noch heute neben dem Steinbogenbau erkennbar sind. Wer während der Wanderung einen Zug über das Viadukt fahren sieht, hat den besten Fotospot der gesamten Schlucht.
Neben dem Viadukt liegt der Hügel Galgenbühl. Früher stand hier tatsächlich ein Galgen. Heute steht oben ein hölzerner Pavillon, von dem aus du einen schönen Blick auf das Ravennaviadukt und das Höllental hast. Der kurze Aufstieg dauert wenige Minuten.
Am Fuß der Ravennabrücke steht außerdem ein kleines historisches Zollhaus - ein Nachbau einer Zollstation des 18. Jahrhunderts, die einst Maut für die Benutzung des Wegs durch das Höllental erhob.
Hofgut Sternen: Geschichte, Glasbläserei und Einkehr

Goethe und Marie Antoinette: Die historische Bedeutung des Hofguts
Das Hofgut Sternen blickt auf eine Gästeliste zurück, die im 18. Jahrhundert zwei der bekanntesten Namen Europas umfasste. Am 4. Mai 1770 legte der Brautzug der damals 14-jährigen Marie Antoinette im damaligen "Wirtshaus unter der Steig" (heute Hofgut Sternen) eine kurze Rast ein, bevor der Zug weiterfuhr - durch das Höllental, dann weiter nach Freiburg und schließlich auf dem Weg nach Versailles. Der Tross umfasste 57 Kutschen und rund 250 Personen. Eigens für die Durchfahrt war die Straße durch das Höllental in den Jahren zuvor ausgebaut worden.
Neun Jahre später, 1779, kehrte Johann Wolfgang von Goethe im Hofgut Sternen ein und übernachtete im heute nach ihm benannten Goethehaus. Goethe reiste zu dieser Zeit durch die Schweiz und den Schwarzwald und hielt seine Eindrücke schriftlich fest.
GlasManufaktur und Restaurant: Das aktuelle Angebot
Heute ist das Hofgut ein Hotel und Restaurant, das Schwarzwälder Küche in zwei gemütlichen Räumen und auf einer Sonnenterrasse anbietet. Die angegliederte GlasManufaktur lädt vor oder nach der Wanderung zum Zuschauen ein: Aus Glasröhren entstehen vor deinen Augen Öllampen, Stilvasen und Deko-Glaskugeln nach alter Handwerkstradition. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Kontakt und aktuelle Öffnungszeiten findest du direkt beim Hofgut Sternen, Höllsteig 76, 79874 Breitnau.
St. Oswald-Kapelle: Die älteste Pfarrkirche der Region
Unmittelbar neben dem Hofgut Sternen steht die St. Oswald-Kapelle, erbaut im Jahr 1148. Sie gilt als eine der ältesten Pfarrkirchen im Hochschwarzwald. Innen ist sie schlicht gehalten, mit einer kleinen Holzkonstruktion und wenig Ausschmückung.
Der Schlüssel für die St. Oswald-Kapelle ist an der Rezeption des Hofguts Sternen erhältlich - ein Hinweis, den viele Besucher übersehen, weil die Kapelle von außen geschlossen wirkt. Wer ihn kennt, hat gute Chancen auf einen ruhigen Moment in einem der ältesten Kirchenräume der gesamten Region.
Die Mühlen: Handwerk und Wasserkraft entlang des Ravennabachs

Aufgrund der hohen Fließgeschwindigkeit des Ravennabachs konnten in der Schlucht über Jahrhunderte mehrere Wassermühlen und Sägen betrieben werden. Einige davon sind bis heute gut erhalten. Entlang des Wanderwegs informieren Tafeln über das Leben und die Arbeit in der Schlucht.
Die bekannteste Mühle ist die Großjockenmühle, 1883 als Nebengebäude des Großjockenhofs errichtet. Wegen des starken Gefälles am Standort musste eine besondere Konstruktion gefunden werden: Das Wasser des Bachs wurde über eine Metallrinne durch das Dach auf das Mühlrad geleitet und am anderen Ende wieder in den Bach zurückgeführt. Bis 1956 stellte die Großjockenmühle Mehl, Schrot und Futterkleie her. Zusätzlich trieb ein Seiltrieb landwirtschaftliche Geräte auf dem 200 Meter entfernten Hof an, bis 1941 der Elektroanschluss den Seiltrieb überflüssig machte. Heute steht die Großjockenmühle unter Denkmalschutz.
Im Löffeltal, das auf dem Heimatpfad Hochschwarzwald durchquert wird, stehen weitere historische Mühlen und Sägen. Die Wohn-Mahl-Mühle führt an bestimmten Sonntagen von Mai bis zum 1. Oktober zwischen 11:30 und 15:30 Uhr Vorführungen durch - ein seltenes Erlebnis, das zeigt, wie Wasserkraft vor der Elektrifizierung genutzt wurde.
Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht: Ein Besuch im Dezember

Der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht findet jährlich an mehreren Adventswochenenden rund um das Ravennaviadukt statt. Die Holzhütten stehen direkt am Viadukt; das Gelände ist abends beleuchtet und auch bei Dunkelheit sicher begehbar. Wer handgefertigte Schwarzwälder Holzarbeiten und regionale Spezialitäten wie geräucherten Schinken oder Kirschwasserbrand sucht, findet hier ein konzentriertes Angebot auf überschaubarem Gelände.
Die Stände gruppieren sich rund um das Viadukt und entlang des unteren Schluchteingangs. Unter der Woche ist der Markt deutlich ruhiger als am Wochenende. Festes Schuhwerk ist auch im Winter Pflicht, da die Stege und Wege rund um das Viadukt bei Frost glatt werden. Das Hofgut Sternen bietet an den Markttagen erweiterte Gastronomiezeiten. Die genauen Termine findest du am einfachsten über die offizielle Website Hochschwarzwald Tourismus.
Die Ravennaschlucht zu jeder Jahreszeit
Frühling (März bis Mai): Der beste Zeitpunkt für Wasserfallfotos. Die Schneeschmelze treibt den Ravennabach auf seinen höchsten Wasserstand. Bärlauch und Frühblüher wachsen entlang des Wegs, der Buchenwald der oberen Schlucht treibt Ende April aus. Die Besucherzahlen steigen erst ab den Pfingstferien deutlich an.
Sommer (Juni bis August): Der dichte Wald spendet Schatten und hält die Schlucht auch an heißen Tagen kühl. Beliebte Tageszeit unter der Woche: früh morgens vor 9 Uhr, wenn Parkplätze frei und Wege leer sind. An Wochenenden im Juli und August sind Parkplätze ab 10 Uhr oft voll.
Herbst (September bis November): Der Buchenanteil im oberen Schluchtteil sorgt für goldgelbes Laub, das seinen Höhepunkt meist Ende Oktober erreicht. Die Besucherzahlen nehmen ab, die Stege können nach dem ersten Frost rutschig werden.
Winter (Dezember bis Februar): Außerhalb des Weihnachtsmarkts nicht zur Wanderung empfohlen. Eis auf den Treppen und Holzstegen macht die Schlucht gefährlich. Der Weihnachtsmarkt findet im unteren, leicht zugänglichen Bereich statt.
Kombinationstouren: Was du in der Umgebung noch erleben kannst
Die Ravennaschlucht liegt mitten im Schwarzwald, einem der vielfältigsten Reisegebiete in Baden-Württemberg. In Hinterzarten, fünf Kilometer entfernt, findest du weitere Wandermöglichkeiten und das Hinterzartener Hochmoor, das als Naturschutzgebiet einen ganz anderen Charakter hat als die Schlucht.
Wer Freiburg im Breisgau als Ausgangspunkt wählt, hat die Sehenswürdigkeiten in Freiburg im Breisgau direkt vor der Tür - Münster, Schlossberg, Bächle und Altstadt lassen sich gut mit einem Ausflug in die Ravennaschlucht verbinden. Der Schauinsland, direkt über Freiburg, und der Titisee sind ebenfalls in kurzer Fahrzeit erreichbar.
Wer mehr vom Schwarzwald sehen will: Auf der Schwarzwald-Übersichtsseite findest du weitere Ausflugsziele und Reiseideen für die Region.
Unsere Wandertour-Empfehlung zur Ravennaschlucht:
Schwarzwald: Ravenna-Schlucht-Wanderung
Erkunde die wilde Ravenna-Schlucht auf eigene Faust! Diese App-gestützte Tour führt dich sicher durch die spektakuläre Landschaft vorbei an Wasserfällen und dem berühmten Viadukt.
- Selbsterklärende Tour via Smartphone
- Natur-Highlights & Ravenna-Viadukt
Praktische Tipps: Was du wissen musst, bevor du losgehst
Ausrüstung
Feste Wanderschuhe mit gutem Profil sind Pflicht. Turnschuhe reichen an trockenen Sommertagen knapp, nach Regen nicht. Eine leichte Regenjacke ist sinnvoll, weil der Gischt der Wasserfälle die Luft dauerhaft feucht hält.
Eintritt
Die Wanderung durch die Ravennaschlucht ist kostenlos. Lediglich die Parkplätze sind kostenpflichtig.
Für wen geeignet
Die Ravennaschlucht ist nicht barrierefrei. Der Weg führt über Treppen, schmale Brücken und Holzstege mit erheblichem Gefälle - Kinderwagen und Rollstühle sind nicht geeignet. Hunde sind erlaubt, müssen aber sicher an der Leine geführt werden, da die Stege für manche Vierbeiner eine Herausforderung darstellen.
Verpflegung
Das Hofgut Sternen am unteren Eingang ist die wichtigste Einkehrmöglichkeit. In der Schlucht selbst gibt es keine Verpflegungsmöglichkeiten.
Handynetz
In Teilen der Schlucht ist das Mobilfunknetz schwach. Wer die Karte offline speichern möchte, lädt sie vorher herunter.